Die kälteste Stadt in der Türkei
Wenn von der kältesten Stadt der Türkei die Rede ist, fällt der Name Erzurum besonders häufig. Die im Osten Anatoliens gelegene Stadt gilt aufgrund ihrer geografischen Lage, Höhenlage und klimatischen Bedingungen als eine der kältesten – wenn nicht die kälteste – Großstadt des Landes.
Warum Erzurum so kalt ist
Erzurum liegt auf etwa 1.900 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und befindet sich auf einem Hochplateau, das im Winter stark von kontinentalem Klima geprägt ist. Die Winter sind lang, sehr kalt und schneereich. Temperaturen von –20 °C bis –30 °C sind keine Seltenheit, und in extremen Wintern wurden sogar noch niedrigere Werte gemessen. Schnee kann von Oktober bis weit in den Frühling hinein liegen bleiben.
Leben mit der Kälte
Die Kälte prägt den Alltag in Erzurum deutlich. Häuser sind gut isoliert, Heizsysteme sind überlebenswichtig, und der Winter bestimmt den Rhythmus des städtischen Lebens. Gleichzeitig hat die Stadt gelernt, die kalten Bedingungen zu nutzen: Erzurum ist ein Zentrum für Wintersport in der Türkei. Das Skigebiet Palandöken gehört zu den bekanntesten des Landes und zieht jedes Jahr viele Besucher an.
Andere sehr kalte Städte
Neben Erzurum werden auch Kars, Ağrı und Ardahan oft als extrem kalte Städte genannt. Diese Orte liegen ebenfalls im Osten der Türkei und erreichen im Winter ähnlich niedrige Temperaturen. Je nach Messjahr und Kriterium (Durchschnittstemperatur vs. Extremwerte) kann der Titel der „kältesten Stadt“ leicht variieren.
Fazit
Auch wenn es mehrere sehr kalte Städte in der Türkei gibt, wird Erzurum meist als die kälteste Stadt bezeichnet – vor allem unter den größeren Städten. Ihre eisigen Winter sind berüchtigt, aber zugleich ein wichtiger Teil ihrer Identität und ihres Charmes.