Wetter‑ & Sturm‑Statistik Deutschland – Wichtige Zahlen und Trends

Deutschland erlebt jedes Jahr zahlreiche stürmische Wetterereignisse, die von kräftigen Tiefdruckgebieten über starke Windböen bis hin zu schweren Orkanen reichen. Diese Wetterlagen können erhebliche Auswirkungen auf Infrastruktur, Verkehr, Landwirtschaft und Versicherungen haben. (GDV)

Schäden durch Stürme 2024

Versicherte Schäden:

  • Im Jahr 2024 verursachten Wetterextreme – darunter Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen – in Deutschland versicherte Schäden in Höhe von rund 5,5 bis 5,7 Milliarden Euro.
  • Ein bedeutender Teil dieser Summe entfiel auf Sturm‑ und Hagelschäden im Bereich von etwa 1,8 Mrd. € (Sachversicherung) und rund 1,3 Mrd. € im Kfz‑Bereich. (GDV)

Trend: Obwohl große Winter‑ oder Herbststürme 2024 weniger schwere Schäden verursacht haben als in manchen Vorjahren, bleibt die Gesamtbilanz hoch – unter anderem aufgrund von extremen Niederschlags‑ und Naturgefahrenkombinationen. (GDV)


Regionale Unterschiede bei Sturm‑ & Hagelschäden

Die Sturm‑Statistik zeigt, dass die Häufigkeit von Sturm‑ und Hagelschäden je Bundesland deutlich variiert:

Bundesland Schäden pro 1 000 Verträge (2024)
Saarland 22,4
Niedersachsen 21,2
Schleswig‑Holstein 20,3
Sachsen 19,2
Nordrhein‑Westfalen 18,4
Thüringen 18,4

Im Bundesdurchschnitt lag die Zahl der Schadensfälle durch Sturm und Hagel bei etwa 17,1 pro 1 000 Versicherungsverträgen. (Pfefferminzia.de)

Diese regionalen Unterschiede hängen u. a. mit lokalen Wetterlagen, geografischer Lage und der Dichte der Gebäudeversicherungen zusammen. (Pfefferminzia.de)


Stürme & Orkane historisch betrachtet

Deutschland erlebt immer wieder außergewöhnlich starke Stürme. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, welch enorme Schäden möglich sind:

  • Orkan „Kyrill“ (2007): Eines der teuersten Sturmtiefs der letzten Jahrzehnte mit mehreren Milliarden Euro Schäden. (GDV)
  • Frühere Stürme wie „Vivian“ oder Winterorkan „Wiebke“ verursachten ebenfalls hohe Windgeschwindigkeiten, teils schwere Schäden und menschliche Opfer. (Wikipedia)

Solche historischen Ereignisse liefern einen Kontext, warum Sturm‑ und Windereignisse in Deutschland statistisch relevant bleiben – auch wenn nicht jedes Jahr ähnliche Extreme auftreten.


Tornados in Deutschland – Häufiger als gedacht

Neue Forschungen zeigen:
In Deutschland werden mittlerweile durchschnittlich rund 50 bestätigte Tornados pro Jahr dokumentiert – deutlich mehr als frühere Schätzungen von 10–20 pro Jahr. Dies liegt vor allem an verbesserten Mess‑ und Erfassungsmethoden sowie besserer Auswertung von Schäden. (DKKV)

Tornados sind zwar meist lokal begrenzt, können aber innerhalb von Sturm‑ und Gewittersystemen zusätzliche Schäden verursachen.


Einfluss des Klimawandels

Meteorolog*innen und Versicherungsverbände sind sich einig, dass der Klimawandel Extremwetterereignisse – einschließlich stürmischer Wetterlagen – beeinflusst:

  • Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen können zunehmen,
  • Mischformen wie Sturm + Starkregen + Überschwemmung treten vermehrt auf. (Europäische Umweltagentur)

Darauf stützen sich auch Forderungen von Verbänden nach besseren Anpassungsmaßnahmen und Klimafolgenstrategien.


Fazit – Sturm‑Statistik Deutschland

2024 war kein außergewöhnlich sturmreiches Jahr, doch Sturm‑ und Hagelschäden blieben bedeutend – Teil einer breiteren Naturgefahrenbilanz mit mehreren Milliarden Euro versicherten Schäden. (GDV)

Es zeigt sich zudem:

  • Sturmereignisse unterscheiden sich stark zwischen Bundesländern. (Pfefferminzia.de)
  • Tornados spielen statistisch eine größere Rolle, als früher angenommen. (DKKV)
  • Langfristig wird mit weiteren Veränderungen bei stürmischen Wetterlagen gerechnet – auch durch den Klimawandel. (Europäische Umweltagentur)

Wenn du willst, kann ich dir eine Tabelle mit Entwicklung der Sturm‑Schadenszahlen über die letzten Jahre (z. B. seit 2010) oder eine Erklärung, wie Stürme in Deutschland meteorologisch klassifiziert werden, erstellen.