Unser Planet ist eine Bühne für faszinierende und manchmal fast surreal wirkende Naturschauspiele. Von elektrisierenden Stürmen bis hin zu optischen Täuschungen – hier sind 10 Wetterphänomene, die uns immer wieder in Staunen versetzen.
1. Polarlichter (Aurora Borealis & Australis)
Dieses wohl bekannteste Spektakel entsteht, wenn geladene Teilchen des Sonnenwinds auf die Erdatmosphäre treffen. In grünen, violetten oder roten Schleiern tanzen sie über den Nachthimmel der Polarregionen. Es ist ein Anblick, der seit Jahrtausenden Mythen und Legenden beflügelt.
2. Catatumbo-Gewitter
An der Mündung des Catatumbo-Flusses in den Maracaibo-See (Venezuela) blitzt es fast ununterbrochen. Bis zu 260 Tage im Jahr und 10 Stunden pro Nacht entlädt sich hier ein gewaltiges Gewitter. Es gilt als der aktivste Blitz-Hotspot der Welt und diente früher Seefahrern als natürlicher Leuchtturm.
3. Mammatus-Wolken
Diese Wolken sehen aus wie hängende Beutel oder Blasen an der Unterseite einer Wolkendecke. Sie entstehen oft nach schweren Gewittern durch sinkende, kalte Luftmassen. Ihr dramatisches Aussehen wirkt fast wie eine CGI-Animation aus einem Hollywood-Film.
4. St.-Elms-Feuer
Lange Zeit hielten Seefahrer dieses Phänomen für ein göttliches Zeichen. Es handelt sich um eine bläulich-violette Glimmentladung an spitzen Gegenständen wie Schiffsmasten oder Flugzeugtragflächen während eines Gewitters. Physikalisch gesehen ist es eine Koronaentladung in einem starken elektrischen Feld.
5. Gefrorene Methanblasen
Im Abraham Lake in Kanada steigen Methangasblasen vom Seegrund auf. Wenn der See im Winter schnell zufriert, werden diese Blasen in verschiedenen Tiefen im Eis eingeschlossen. Das Ergebnis ist ein wunderschönes, aber hochexplosives Kunstwerk der Natur, sobald das Eis schmilzt.
6. Der „Morning Glory“ Cloud Roll
In Nordaustralien tritt dieses seltene Phänomen auf: Bis zu 1.000 Kilometer lange Wolkenrollen, die wie gigantische Wellen über den Himmel gleiten. Sie entstehen durch komplexe Luftströmungen und Temperaturunterschiede und ziehen Segelflieger aus der ganzen Welt an, die auf diesen „Wellen“ reiten wollen.
7. Blutregen
Was früher als schlechtes Omen galt, hat heute eine wissenschaftliche Erklärung: Wüstensand (oft aus der Sahara) wird durch starke Winde in hohe atmosphärische Schichten getragen und vermischt sich mit Regentropfen. Wenn es regnet, färbt der rötliche Staub den Niederschlag und hinterlässt eine feine Staubschicht auf Autos und Fenstern.
8. Brockengespenst
Wer im Nebel auf einem Berggipfel steht und die Sonne im Rücken hat, kann sein eigenes „Gespenst“ sehen. Der Schatten des Beobachters wird auf die Nebelwand projiziert und oft von einem regenbogenfarbigen Ring (einer Glorie) umgeben. Durch die Perspektive wirkt der Schatten gigantisch groß.
9. Feuerteufel (Feuertornados)
Dieses seltene und gefährliche Phänomen entsteht bei extremer Hitze, meist durch Waldbrände. Eine Kombination aus aufsteigender heißer Luft und starken Windböen lässt eine rotierende Feuersäule in den Himmel schießen. Ein beeindruckender, aber auch furchteinflößender Anblick.
10. Mondregenbogen (Moonbow)
Ein Regenbogen bei Nacht? Ja, das gibt es! Wenn der Vollmond hell genug ist und das Licht in Regentropfen oder dem Dunst von Wasserfällen gebrochen wird, entsteht ein Mondregenbogen. Für das menschliche Auge erscheint er meist weißlich, doch auf Langzeitbelichtungen zeigen sich alle Spektralfarben.
Wussten Sie schon? Viele dieser Phänomene sind nicht nur optische Highlights, sondern spielen eine wichtige Rolle im globalen Ökosystem – wie zum Beispiel die Catatumbo-Blitze bei der Regeneration der Ozonschicht.
Möchten Sie zu einem dieser Phänomene mehr über die physikalischen Hintergründe erfahren oder soll ich Ihnen erklären, wo man sie am besten beobachten kann?
